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Loschütz, Gert: Besichtigung eines Unglücks

Roman
Im Dezember 1939 kommt es vor dem Bahnhof von Genthin zum schwersten Zugunglück, das sich jemals auf deutschem Boden ereignet hat. Zwei Züge prallen aufeinander, zahlreiche Menschen sterben. In einem davon sitzt Carla, die schwer verletzt überlebt. Verlobt ist sie mit Richard, einem Juden aus Neuss, aber nicht er ist ihr Begleiter, sondern der Italiener Giuseppe Buonomo, der durch den Aufprall ums Leben kommt. Das Ladenmädchen Lisa vom Kaufhaus Magnus erhält den Auftrag, der Verletzten, die bei dem Unglück alles verloren hat, Kleidung zu bringen. Aber da gibt Carla sich bereits als Frau Buonomo aus. Was versucht sie zu verbergen? Von diesem mysteriösen Vorfall erfährt viele Jahre später Lisas Sohn Thomas Vandersee, dem die Mutter zugleich ihre eigene Liebes- und Unglücksgeschichte erzählt. Kann er Carlas Geheimnis ergründen? Hängt es womöglich mit seiner eigenen Familie zusammen? Vor dem Hintergrund einer historischen Katastrophe erzählt der Romancier Gert Loschütz eine große, unter die Haut gehende Geschichte von Liebe und Verrat.»Seine Romane sind von einer drängenden Unmittelbarkeit. Texte, die, mal hell, mal dunkel, den Leser in sich aufnehmen und nicht mehr loslassen.« Ulrich Sonnenschein, hr2 Doppelkopf »Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen: einerseits das entsetzliche Zugunglück und andererseits der Versuch des Ich-Erzählers, die Identität und das weitere Schicksal der bei dem Zugunglück verletzten Carla zu ergründen. Sehr faszinierend!« Kristine Betschka-Schulz, Bücher Waide in Frankfurt am Main »Die Genauigkeit bei der Spurensuche des vergessenen Unglücks ist phänomenal. Man kann sich der Erzählstimme schwerlich entziehen.« Johannes Eckert, Buchhandlung Rübezahl in Dillenburg »Die Anatomie eines Unglücks, die Geschichte durch das Brennglas der Gegenwart betrachtet: Gert Loschütz' Blick auf Menschen und Dinge ist dezent, seine Sprache bewundernswert reduziert, seine Poetik erkennt die Möglichkeiten der Zwischenräume. Mit Besichtigung eines Unglücks zeigt Loschütz ein weiteres Mal seinen Ausnahmewert für die deutschsprachige Literatur - so feinsinnig wie ihm gelingt den wenigsten Autoren seiner Generation der Blick auf die deutsche Geschichte.« Gerrit Völker, Maternus Buchhandlung in Köln »Aus einem Zugunglück wird ein Kriminalfall: Detailtreue Alltäglichkeit und eine aufregende Ermittlung im NS-Milieu, perfekt austariert, in wohltuend realistischem Tempo, mit passender Sprache und stimmungsvoll erzählt. Eine Spurensuche im deutschen 20. Jahrhundert nach persönlichen Verantwortlichkeiten und kollektiver Schuld.« Jörg Braunsdorf, Tucholsky-Buchhandlung in Berlin »Eine falsche Entscheidung - und 4 Sekunden reichen aus, um das schwerste Zugunglück der deutschen Geschichte auszulösen. Lässt sich erklären, was wir normalerweise 'Zufall' nennen? Das damals Geschehene rekonstruiert und erza?hlt Gert Loschütz meisterhaft. Wie er Lebensläufe von 1939 bis heute miteinander verbinden kann, lässt mich staunen. Ein Buch, das lange nachhallt!« Dirk Drews, Buchhandlung Erhardt & Kotitschke in Frankfurt am Main
Autor Loschütz, Gert
Verlag Schöffling
Einband Fester Einband
Erscheinungsjahr 2021
Seitenangabe 336 S.
Meldetext Lieferbar in 24 Stunden
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H21.0 cm x B14.2 cm x D3.0 cm 490 g
Im Dezember 1939 kommt es vor dem Bahnhof von Genthin zum schwersten Zugunglück, das sich jemals auf deutschem Boden ereignet hat. Zwei Züge prallen aufeinander, zahlreiche Menschen sterben. In einem davon sitzt Carla, die schwer verletzt überlebt. Verlobt ist sie mit Richard, einem Juden aus Neuss, aber nicht er ist ihr Begleiter, sondern der Italiener Giuseppe Buonomo, der durch den Aufprall ums Leben kommt. Das Ladenmädchen Lisa vom Kaufhaus Magnus erhält den Auftrag, der Verletzten, die bei dem Unglück alles verloren hat, Kleidung zu bringen. Aber da gibt Carla sich bereits als Frau Buonomo aus. Was versucht sie zu verbergen? Von diesem mysteriösen Vorfall erfährt viele Jahre später Lisas Sohn Thomas Vandersee, dem die Mutter zugleich ihre eigene Liebes- und Unglücksgeschichte erzählt. Kann er Carlas Geheimnis ergründen? Hängt es womöglich mit seiner eigenen Familie zusammen? Vor dem Hintergrund einer historischen Katastrophe erzählt der Romancier Gert Loschütz eine große, unter die Haut gehende Geschichte von Liebe und Verrat.»Seine Romane sind von einer drängenden Unmittelbarkeit. Texte, die, mal hell, mal dunkel, den Leser in sich aufnehmen und nicht mehr loslassen.« Ulrich Sonnenschein, hr2 Doppelkopf »Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen: einerseits das entsetzliche Zugunglück und andererseits der Versuch des Ich-Erzählers, die Identität und das weitere Schicksal der bei dem Zugunglück verletzten Carla zu ergründen. Sehr faszinierend!« Kristine Betschka-Schulz, Bücher Waide in Frankfurt am Main »Die Genauigkeit bei der Spurensuche des vergessenen Unglücks ist phänomenal. Man kann sich der Erzählstimme schwerlich entziehen.« Johannes Eckert, Buchhandlung Rübezahl in Dillenburg »Die Anatomie eines Unglücks, die Geschichte durch das Brennglas der Gegenwart betrachtet: Gert Loschütz' Blick auf Menschen und Dinge ist dezent, seine Sprache bewundernswert reduziert, seine Poetik erkennt die Möglichkeiten der Zwischenräume. Mit Besichtigung eines Unglücks zeigt Loschütz ein weiteres Mal seinen Ausnahmewert für die deutschsprachige Literatur - so feinsinnig wie ihm gelingt den wenigsten Autoren seiner Generation der Blick auf die deutsche Geschichte.« Gerrit Völker, Maternus Buchhandlung in Köln »Aus einem Zugunglück wird ein Kriminalfall: Detailtreue Alltäglichkeit und eine aufregende Ermittlung im NS-Milieu, perfekt austariert, in wohltuend realistischem Tempo, mit passender Sprache und stimmungsvoll erzählt. Eine Spurensuche im deutschen 20. Jahrhundert nach persönlichen Verantwortlichkeiten und kollektiver Schuld.« Jörg Braunsdorf, Tucholsky-Buchhandlung in Berlin »Eine falsche Entscheidung - und 4 Sekunden reichen aus, um das schwerste Zugunglück der deutschen Geschichte auszulösen. Lässt sich erklären, was wir normalerweise 'Zufall' nennen? Das damals Geschehene rekonstruiert und erza?hlt Gert Loschütz meisterhaft. Wie er Lebensläufe von 1939 bis heute miteinander verbinden kann, lässt mich staunen. Ein Buch, das lange nachhallt!« Dirk Drews, Buchhandlung Erhardt & Kotitschke in Frankfurt am Main
Fr. 35.90
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-89561-157-5
Verfügbarkeit: Lieferbar in 24 Stunden

Über den Autor Loschütz, Gert

Gert Loschütz, 1946 in Genthin geboren, hat Erzählungen, Romane, Gedichte, Hörspiele, Theaterstücke und Filmdrehbücher geschrieben und wurde für sein Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Ernst-Reuter-Preis und dem Rheingau Literatur-Preis. Zuletzt wurde sein Roman »Ein schönes Paar« (2018) für den Deutschen Buchpreis und den Wilhelm Raabe-Literaturpreis nominiert. Der Autor lebt mit seiner Familie in Berlin.

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