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Markaris, Petros: Hellas Channel

Ein Fall für Kostas Charitos
Er liebt es, Souflaki aus der Tüte zu essen, dabei im Wörterbuch zu blättern und sich die neuesten Amerikanismen einzuverleiben. Seine Arbeit bei der Athener Polizei dagegen ist kein Honigschlecken. Im Trubel um den Mord an der Reporterin von 'Hellas Channel' gelingt es Kostas Charitos dennoch stets, er selbst zu bleiben - ein hitziger Einzelgänger, ein Nostalgiker im modernen Athen.Der Mord an zwei Albanern in Athen wäre im Normalfall keine große Sache; vor allem, da man den Täter rasch gefasst hatte, ein Geständnis vorlag -- wer sollte sich noch groß darum kümmern? Doch bei der Presse ruft der Fall doch mehr Interesse hervor. Speziell Janna Karajorgi, Reporterin für Hellas Channel, wittert eine größere Geschichte dahinter. Sie kündigt eine Enthüllung in den Abendnachrichten an -- doch dazu kommt es nicht mehr. Sie wird in ihrer Garderobe tot aufgefunden.

Mord an einer Reporterin -- klar, dass sich die Berufskollegen auf diese Sache stürzen und auch der Polizei beweisen wollen, dass sie die besseren Ermittler sind. Und so laufen die Fahndungen auch erst in eine falsche Richtung; ein Mann, der durch ihre ambitionierte Recherche ins Gefängnis wanderte, hatte ihr mit Rache gedroht -- und er ist jetzt wieder auf freiem Fuß. Doch Kostas Charitos, Chef der Mordkommission, glaubt nicht an seine Schuld. Und so wühlt er sich immer tiefer in den Schlamm hinein, in dem plötzlich eine Menge prominenter Namen zum Vorschein kommen.

Um es gleich vorweg zu sagen: ich habe schon bessere Krimis gelesen. Aber auch bei weitem schlechtere. Kostas Charitos ist der Ermittler, den man sich wohl wird merken müssen -- denn dieser Krimi wird bestimmt nicht der letzte sein. Nach Venedig und Florenz ist nun Athen der Schauplatz -- und auch Charitos hat Familie, die unter seinem Dienst zu leiden hat, und einen Vorgesetzten, den er für unfähig hält. Zumindest zu Beginn -- denn, und das ist der große Pluspunkt in diesem Krimi -- die eindeutige Zuordnung gut/böse funktioniert hier nicht, es gibt keine eindeutige Identifikationsfigur, jeder hat auch sehr unangenehme Eigenschaften.

Der Plot selbst hätte vielleicht noch etwas gestrafft werden können; aber alles in allem war die Schilderung des Kinder- und Organschmuggels spannend und plausibel erzählt. Als störend empfand ich auch die überaus genaue Schilderung der Fahrwege -- leider kenne ich mich in Athen nicht aus, somit hilft mir auch die genaue Fahrtroute mit Angabe sämtlicher Straßennamen und deren Verstopfungsgrad herzlich wenig. Auf alle Fälle nette Unterhaltung -- ein Buch, das man getrost in den Griechenlandurlaub mitnehmen kann!

Autor Markaris, Petros
Verlag Diogenes
Einband Kartonierter Einband (Kt)
Erscheinungsjahr 2021
Seitenangabe 464 S.
Meldetext Lieferbar in 24 Stunden
Ausgabekennzeichen Deutsch
Abbildungen KART
Masse H18.0 cm x B11.3 cm x D2.5 cm 335 g
Auflage 29. A.
Reihe detebe ; Kostas Charitos
Er liebt es, Souflaki aus der Tüte zu essen, dabei im Wörterbuch zu blättern und sich die neuesten Amerikanismen einzuverleiben. Seine Arbeit bei der Athener Polizei dagegen ist kein Honigschlecken. Im Trubel um den Mord an der Reporterin von 'Hellas Channel' gelingt es Kostas Charitos dennoch stets, er selbst zu bleiben - ein hitziger Einzelgänger, ein Nostalgiker im modernen Athen.Der Mord an zwei Albanern in Athen wäre im Normalfall keine große Sache; vor allem, da man den Täter rasch gefasst hatte, ein Geständnis vorlag -- wer sollte sich noch groß darum kümmern? Doch bei der Presse ruft der Fall doch mehr Interesse hervor. Speziell Janna Karajorgi, Reporterin für Hellas Channel, wittert eine größere Geschichte dahinter. Sie kündigt eine Enthüllung in den Abendnachrichten an -- doch dazu kommt es nicht mehr. Sie wird in ihrer Garderobe tot aufgefunden.

Mord an einer Reporterin -- klar, dass sich die Berufskollegen auf diese Sache stürzen und auch der Polizei beweisen wollen, dass sie die besseren Ermittler sind. Und so laufen die Fahndungen auch erst in eine falsche Richtung; ein Mann, der durch ihre ambitionierte Recherche ins Gefängnis wanderte, hatte ihr mit Rache gedroht -- und er ist jetzt wieder auf freiem Fuß. Doch Kostas Charitos, Chef der Mordkommission, glaubt nicht an seine Schuld. Und so wühlt er sich immer tiefer in den Schlamm hinein, in dem plötzlich eine Menge prominenter Namen zum Vorschein kommen.

Um es gleich vorweg zu sagen: ich habe schon bessere Krimis gelesen. Aber auch bei weitem schlechtere. Kostas Charitos ist der Ermittler, den man sich wohl wird merken müssen -- denn dieser Krimi wird bestimmt nicht der letzte sein. Nach Venedig und Florenz ist nun Athen der Schauplatz -- und auch Charitos hat Familie, die unter seinem Dienst zu leiden hat, und einen Vorgesetzten, den er für unfähig hält. Zumindest zu Beginn -- denn, und das ist der große Pluspunkt in diesem Krimi -- die eindeutige Zuordnung gut/böse funktioniert hier nicht, es gibt keine eindeutige Identifikationsfigur, jeder hat auch sehr unangenehme Eigenschaften.

Der Plot selbst hätte vielleicht noch etwas gestrafft werden können; aber alles in allem war die Schilderung des Kinder- und Organschmuggels spannend und plausibel erzählt. Als störend empfand ich auch die überaus genaue Schilderung der Fahrwege -- leider kenne ich mich in Athen nicht aus, somit hilft mir auch die genaue Fahrtroute mit Angabe sämtlicher Straßennamen und deren Verstopfungsgrad herzlich wenig. Auf alle Fälle nette Unterhaltung -- ein Buch, das man getrost in den Griechenlandurlaub mitnehmen kann!

Fr. 21.00
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-257-23282-0
Verfügbarkeit: Lieferbar in 24 Stunden

Alle Bände der Reihe "detebe (DETE); Kostas Charitos" mit Band-Nummer

Über den Autor Markaris, Petros

Petros Markaris, geboren 1937 in Istanbul, ist Verfasser von Theaterstücken und Schöpfer einer Fernsehserie, er war Co-Autor von Theo Angelopoulos und hat deutsche Dramatiker wie Brecht und Goethe ins Griechische übertragen. Mit dem Schreiben von Kriminalromanen begann er erst Mitte der Neunzigerjahre und wurde damit international erfolgreich. Er hat zahlreiche europäische Preise gewonnen, darunter den Pepe-Carvalho-Preis sowie die Goethe-Medaille. Petros Markaris lebt in Athen.

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